Kulturen

KULTUREN Die Sonnenblume (Helianthus annuus) gehört zu der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Sonnenblume
Verbreitung und Herkunft

Die Sonnenblume kommt aus Amerika, ihre ursprüngliche Heimat reicht vom südlichen Kanada bis in den Norden Mexikos. Bereits um 2500 vor Christus kultivierten die amerikanischen Ureinwohner sie entlang des Mississippi und in der Region um Mexiko-Stadt. Spanische Seefahrer brachten im Jahr 1552 die ersten Samen nach Europa. Zum Wachsen braucht die Sonnenblume einen tiefgründigen, humus- und nährstoffreichen Boden, der viel Kalium und Bor enthält, sowie ausreichend Wasser. Außerdem liebt sie es warm: Während der Vegetationszeit zwischen April und September sollte die Durchschnittstemperatur mindestens 14 Grad Celsius betragen. In Norddeutschland nimmt der Anbau von Sonnenblumen zu, was auf den Temperaturanstieg bedingt durch den Klimawandel zurückzuführen ist.

Verwendung

Nach Soja und Raps ist die Sonnenblume die Ölpflanze mit der drittgrößten Anbaufläche weltweit. Der Ölgehalt ihrer Kerne liegt zwischen 48 und 52 Prozent. Sonnenblumenöl ist eine beliebte Zutat in der Küche, findet aber auch medizinische und kosmetische Verwendung. In der Industrie wird Sonnenblumenöl in Farben und Lacken sowie zu Biodiesel verarbeitet. Die geschälten Samen sind eine beliebte Zutat in Backwaren und Müslis oder können auch pur geknabbert werden. Zu Mehl gemahlen verleihen sie Brot und Kuchen einen angenehm nussigen Geschmack.

Aussaat: April

Ernte: September

Die Sonnenblume ist eine der Sonderkulturen, die auf der Schaufläche des Modell-Ackers angebaut wird. Die Dokumentation des Anbaus erfolgt hier.

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Tafel Sonnenblume